Diese 6 Gedanken könnten dein Leben neu ordnen | Folge 3 – scobel

Shownotes

Kann ein einziger Gedanke unser Leben verändern?

Manche philosophischen Ideen wirken wie ein Funke: Sie bringen uns dazu, unsere Gewissheiten zu hinterfragen, unsere Sicht auf die Welt neu zu ordnen und anders über uns selbst nachzudenken.

Heute geht es um sechs philosophische Sätze, die bis heute nichts von ihrer Kraft verloren haben.

Von Immanuel Kant über Sokrates bis Heraklit: Die großen Fragen der Philosophie sind aktueller denn je. Was ist der Mensch? Wie entstehen Wissen und Weisheit? Warum ist Selbstreflexion so wichtig? Und was können uns klassische Denker in einer Zeit von Künstlicher Intelligenz, Populismus, gesellschaftlicher Polarisierung und rasantem Wandel noch sagen?

📅 Neue Ausgaben immer donnerstags, 19 Uhr.

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0:00 👉 Intro

0:57 👉 „Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen und Urteile über die Dinge.“
ταράσσει τοὺς ἀνθρώπους οὐ τὰ πράγματα, ἀλλὰ τὰ περὶ τῶν πραγμάτων δόγματα.
Epiktet (50-138)
Epiktet, Handbüchlein der Moral. Griechisch/Deutsch, Stuttgart 2004, S. 11; https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0235%3Atext%3Denc%3Achapter%3D5

2:39 👉 „Die Begründung aber, die Rechtfertigung der Evidenz kommt zu einem Ende; - das Ende ist aber nicht, daß uns gewisse Sätze unmittelbar als wahr einleuchten, also eine Art Sehen unsererseits, sondern unser Handeln, welches am Grunde des Sprachspiels liegt.“
WITTGENSTEIN, Über Gewißheit § 204

4:37 👉 ,,Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch."
Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra, Vorrede, 4 (1883)

6:29 👉 „Der Mensch ist ein substantizifierendes und personalisierendes Wesen. Er kann nicht anders handeln. Dinge, Personen, Handlungen, Empfindungen – DAS ist unsere Palette.“
"L'homme est un être substantifiant et personnifiant. Il ne peut faire autrement. Choses, Personnes, Actes, Sensations – voilà sa palette."
Paul Valéry (1938)
Paul Valéry, Cahiers/Hefte, Frankfurt am Main 1988, S. 278
Paul Valéry, Cahiers I. Édition établie, présentée et annotée par Judith Robinson-Valéry, Paris 1973, S. 703

8:26 👉 „Die Weisen, die auf dem Weg [dao] sind, wandern frei und sorglos und gehen der Beschäftigung des Nichthandelns nach.“
Zhuangzi, Kap IV (29.10)
聖人之於天下也,恬淡而無為
Günter Wohlfart, Zhuangzi (Dschuang Dsi). Meister der Spiritualität, Freiburg 2001, S. 28

10:29 👉 „Wenn man das Schwergewicht des Lebens nicht ins Leben, sondern ins `Jenseits` verlegt – ins Nichts -, so hat man dem Leben überhaupt das Schwergewicht genommen.“
Friedrich Nietzsche, Der Antichrist, No. 43 (1888)

11:48 👉 Outro

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Moderation, Recherche & Skript: Gert Scobel

Zeichnungen: Claus Ast

Eine Produktion der probono Fernsehproduktion GmbH: Anja Görner, Friedrich Küppersbusch, Jürgen Ohls, Kim Plettemeier, Maxie Römhild und René Fischell

Mit Unterstützung von: Alexander Hollmer, Annluise-Sophie Schröter, Arne Clasvogt und Pascal Hadré

Finanziert wird dieser Kanal vom gemeinnützigen AVE Institut für Achtsamkeit, Verbundenheit, Engagement (🔗 https://ave-institut.de/).

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Einige Bildelemente wurden unter zur Hilfenahme von künstlicher Intelligenz inspiriert & erstellt.

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Fragen und Anregungen gerne jederzeit per Mail an scobel@probono.tv.
Und Tschüss.
#scobel

Transkript anzeigen

00:00:00: Manchmal lebt unser Denken auf und bekommt neue Energie, neues Feuer durch einen einzigen Satz.

00:00:06: Der sich festhakt und mehr bewirken kann als das Lesen komplexer Artikel oder dicker Bücher.

00:00:11: Aber die Magie funktioniert nur wenn in dem Gedanken auch etwas steckt... ...und wenn ihr ihn aufnehmt!

00:00:19: Sechs solcher Sätze gibt es jetzt im dieser Ausgabe.

00:00:22: Das ist Teil drei von vier teilen.

00:00:24: bald sind wir fertig aber schaut euch die andere noch an und den einen der kommt.

00:00:28: Jeder Satz kann wie ein Katalysator wirken, wie eine Initialzündung die uns in Bewegung bringt durcheinanderwirbelt und verändert bis wir uns selber ehrlich im Spiegel betrachten.

00:00:39: Ob es funktioniert hängt vor allem von euch ab und wie ihr reagieren werdet welche Schlussfolgerungen ihr zieht, wer ihr glaubt zu sein und vor allen Dingen wie ihr leben wollt.

00:00:51: Sechs Zitate sechs Gedanken die euer denken und vielleicht auch euch selbst neu in Sprung bringen.

00:00:57: Nicht die Dinge selbst beunruhigen, sondern ihre Meinungen und Urteile über die Dinge.

00:01:14: Wir können so Epikthet, verwirrendes Denken die Dogmatta ebenso verändern wie das was wir tun.

00:01:20: Die Pragmatta.

00:01:21: Epikteth wurde um fünfzig nach unserer Zeitrechnung geboren.

00:01:25: er war Sklave in Rom kam mit historischen Philosophienberührungen unterrichtete sich selbst und gründete nachdem ihm die Freiheit geschenkt wurde eine Philosophen Schule und dort lehrte er bis zu seinem Tod im Jahre Freihalt war für Epikthet ein Schlüsselbegriff.

00:01:41: Als Sklave musste er auf brutale Weise den Unterschied kennenlernen zwischen den Dingen, die unserem Einfluss entzogen sind und solchen, die man tatsächlich ändern kann weil sie sich in unserer Gewalt befinden.

00:01:52: Aber was ist was?

00:01:53: Sein Rat?

00:01:54: Natürlich müssen wir unsere verwirrenden Vorstellungen von der Wirklichkeit anpassen, einmal weil sie falsch sind.

00:02:00: Manchmal aber müssen wir der Beunruhigung durch unsere Vorstellung auch folgen, denn es sind ja diese Vorstellung zum Beispiel von Freiheit die zur Veränderung der Wirklichkeit beitragen!

00:02:10: In beiden Fällen verschwinden die Probleme.

00:02:13: wenn unsere Vorstellungs- vom Leben mit den Dingen zu Deckung kommt und passt... Freiheit der Natur des Menschen entspricht und Nichtsglaberei, dann hat die Beunruhigung einen Grund.

00:02:24: Und verschwindet erst wenn wir das was veränderbar ist, nämlich die Unfreiheit tatsächlich auch verändert haben.

00:02:30: sind Dinge und Denken im Einklang?

00:02:32: sind wir tatsächlich was wir sind und handeln entsprechend Dann gibt es weder eine Beunrügung noch Verwirrungen.

00:02:38: Die Begründung aber, die Rechtfertigung der Evidenz kommt zu einem Ende.

00:02:43: Das Ende ist aber nicht dass uns gewisse Sätze unmittelbar als Wahr einleuchten also eine Art Sehen unsererseits sondern unser Handeln welches am Grunde des Sprachspiels liegt.

00:02:54: Viele glauben so wie einst René Descartes man könne durch konsequentes Zweifeln am ende auf ein festes Fundament oder ein unwiderlegbares Aktion stoßen.

00:03:04: Aber der Verstand stößt dabei Tiefe Bodenlosigkeit.

00:03:09: Wittgenstein zerstört damit einen jahrtausende alten Traum vom letzten Fundamenten, das Zweifeln kommt ebenso wie jede Begründung irgendwann zwingend an ein Ende.

00:03:19: warum?

00:03:20: Das zweifeln selbst setzt schon eine Gewissheit vorausschreibt Wittkenstein.

00:03:24: Wir drehen uns also im Kreis zu dem enden.

00:03:27: die Zweifel nicht bei selbstevidentem Wahrheiten rationalen Prinzipien oder unwiderlegbaren Evidenzen.

00:03:34: sie enten beim Handeln.

00:03:36: Am Grunde von all unseren Argumenten und Erkenntnissen liegt die Praxis.

00:03:41: Die Tatsache, dass wir als Menschen leben und bestimmte Dinge so und nicht anders tun.

00:03:45: Natürlich können wir diese Dinge ändern.

00:03:47: unsere Verhaltensweise aber zunächst prägt das Leben und präagt uns unser Denken!

00:03:53: Nach Wittgenstein ist es unmöglich alles bis ins Letzte zu rechtfertigen denn wir müssen immer was voraussetzen und können nie an allem gleichzeitig zweifeln.

00:04:02: und unser Handeln unser Leben hat immer schon begonnen.

00:04:05: Die Lebensform ist das Fundament unserer Sprachspiele, unsere Logik und unseres Denkens.

00:04:11: Und sie ist bodenlos!

00:04:12: Wittgenstein ist damit ein Antidekart – nicht dass Kogito ergo sum es primär sondern dass eingebettet sein in eine Lebensform, ein tun, ein wir denken.

00:04:23: An die Stelle eines permanent Zweifels über das ich denke rückt das Ich beziehungsweise Wir handeln.

00:04:29: Philosophie denken und selbst die Wissenschaften enden wo das Leben sich bereits vollzieht.

00:04:34: Es gibt kein letztes Fundament.

00:04:42: Friedrich Nietzsche sieht den Menschen nicht als fertiges Wesen, das man irgendwie definieren und festlegen könnte sondern als Brücke wie er schreibt.

00:04:51: Der Mensch ist Untergang und Übergang zugleich.

00:04:54: unterzugehen bedeutet für Nietzche in die Tiefe zu steigen.

00:04:57: Den meisten ist das viel zu gefährlich und sie wollen so Nietzsch lieber noch zum Tiere zurückgehen als den Menschen überwinden Das heißt, sich selber.

00:05:05: Überwunden werden soll der Mensch, der fest sitzt in seinen Gewohnheiten, Zwingen und Illusionen.

00:05:10: Worum es geht ist zu befreien und auf den Weg zu machen – leider ist dieser Weg gefährlich!

00:05:16: Wir können vom Weg abkommen und abstürzen.

00:05:20: Die Frage ist sind wir in der Lage, in unsere eigenen Abgründe zu schauen?

00:05:24: Und uns selbst zu

00:05:25: überwinden?!

00:05:26: Eine Erfolgsgarantie gibt es für diesen gefährlichen Übergang nicht.

00:05:30: Nietzsche's Metapher von Übermenschen ist natürlich historisch, heftig vorbelastet.

00:05:35: Er meinte damit aber weder eine sozial-darwinistische Evolution nach Naziherrnmenschen ideal oder transhumanistische Verschmelzung mit Maschinen – ihm geht es um einen Menschen der sich selbst ins Auge sehen kann, der weder durch Gewalt noch durch religiöse oder politische Autorität noch durch oberirdische Hoffnung, Dokmen und Ideologien festgehalten wird sondern frei und offen lebt.

00:06:00: Bereit?

00:06:01: wirklich Mensch zu werden.

00:06:02: Jeder von uns steht vor dieser Aufgabe, die nur dann zu lösen ist wenn wir an uns arbeiten und selbst gestalten und lernen uns immer wieder neu zu überwinden.

00:06:11: Nietzsche geht es also darum das Leben als Mensch zu lieben und frei zu gestalten statt es in Knechtschaft zu verbringen oder zu verdatteln.

00:06:19: Das gefährliche seines Ratschlags bleibt denn dass Seil is gespannt über einem Abgrund In den wir jeden Tag aufs neue blicken nicht nur in den Nachrichten.

00:06:29: Der Mensch ist ein substantifizierendes und personalisierendes Wesen.

00:06:33: Er kann nicht anders handeln, Dinge, Personen-, Handlungen-Empfindungen – das ist unsere Palette!

00:06:39: Hä?

00:06:40: Was?!

00:06:41: Der Satz klingt ja ziemlich aufgeblasen und abstraktakademisch mit Absicht.

00:06:46: Der Philosoph Paul Valérie macht sich lustig über die scheinbar so genaue, so sachliche, so abgehoben und wie aus dem kalten Weltall kommende Haltung vieler Philosophen.

00:06:56: Valérie ist überzeugt, was auch immer wir mit Gedanken, Wissenschaft oder Kunst beschreiben.

00:07:01: Ein Ding etwas oben, etwas unten – egal!

00:07:04: Wir sind immer noch dabei es als Mensch zu lesen wie er wörtlich schreibt.

00:07:08: In Wahrheit lieben wir das vorher und nachher Anfang und Ende wollen, Blicke, Empfindungen, Gefühle.

00:07:15: Wissenschaftlerinnen versuchen diesen Impuls mit aller Kraft zu widerstehen.

00:07:19: Menschliches erscheint ihnen allzu menschlich im Labor zum Beispiel.

00:07:24: Das Ergebnis?

00:07:25: Die erkenntnistheoretische Diagnose von Valerie, wenn wir denken, packen wir die fließende Wirklichkeit in unsere festen Kategorien.

00:07:34: Sprache, Denkenbegriffe oder Formel funktionieren durch Verdinglichung – es geht gar nicht anders!

00:07:39: Der Fehler hängt mit der Perspektive unseres Geistes zusammen.

00:07:43: Deshalb warnt Valerie davor zu glauben nur weil's abgehoben, sachlich und irgendwie objektiv klingt sei es auch richtig.

00:07:51: In Wahrheit zeichnen wie das Bild der Welt immer mit der Farbpalette des Menschen.

00:07:57: Selbst abstrakte Theorien sind äußerst menschliche künstliche Vereinfachung einer komplexen Wirklichkeit.

00:08:03: Die Welt selbst kennt keine festen Substanzen, keinen abgegrenztes Ich, keine klaren Handlungseinheiten.

00:08:10: Philosophische Probleme entstehen wenn wir voller Stolz unsere eigenen Kategorien für Realität halten.

00:08:17: Scheinprobleme aus sprachlichen Gewohnheiten.

00:08:20: Und mit dieser Einsicht ist Valérie dem späten Wittgenstein um ein paar Jahre voraus gewesen.

00:08:26: Die Weisen, die auf dem Weg da sind wandern frei und sorglos und gehen der Beschäftigung des Nichthandelns nach.

00:08:34: Es hört sich ein wenig nach Faulheit an wozu Jean-Cérette?

00:08:37: In Wahrheit aber handelt es sich beim Nichthandeln um das Ergebnis langer Übung und höchster Meisterschaft und ein tiefes Vertrauen in das Leben so wie es nun mal ist, in aller Veränderlichkeit.

00:08:49: Das Werden können wir wenn überhaupt nur sehr bedingt kontrollieren.

00:08:53: Wer weise und damit auf dem Weg ist im Dao steht in Eintlang mit diesem Weg der sich verändert.

00:09:00: Weise Menschen bewegen sich frei und sorglos wo auch immer sie sind denn sie gehen in all dem der Beschäftigung des Nichthandels, dem Wuwei nach.

00:09:09: Wuwei manchmal nicht selbst getriebenes Handeln übersetzt, ist leider ein leicht misszuverstehendes Prinzip des Daoismus.

00:09:17: Zumal Beschäftigung des Nichthandelns ja ein bisschen paradox klingt.

00:09:21: Worum es geht?

00:09:22: Ist das Leben zu verstehen und zu akzeptieren.

00:09:25: Wer bildhaft gesprochen im Einklang mit diesem Fluss des Lebens steht kann ohne Anstrengung, ohne eingreifendes Ego, ohne fertigen Plan in Übereinstimmung Mit der Wirksamkeit aller Dinge handeln, ähnlich wie Wasser das mühelos überall hinfließt.

00:09:40: Aber im Laufe der Zeit selbst die härtesten Gesteinsformation wie den Grand Canyon verändert.

00:09:46: Zhuangzi vergleicht es mit einem Meisterkoch, der sein Messer perfekt ohne Mühe und Verletzung führt.

00:09:52: Westliche Kultur feiert Willenskraftkontrolle Planung!

00:09:56: Zhuangze sagt, dass ist eher krampf.

00:09:59: Ware.

00:09:59: Freiheit entsteht wenn wir aufhören zu kämpfen gegen uns gegen die Welt.

00:10:04: Frei und sorglos wandern bedeutet nicht getrieben von Ambitionen, Ängsten gesellschaftlichen Erwartungen.

00:10:11: In unserer Burnout-Gesellschaft klingt das wie Medizin – aber Vorsicht!

00:10:15: Huawei ist keine Technik die man per App irgendwie kauft und anwendet und sich aneignet.

00:10:21: Sobald man das versucht verfehlt man es.

00:10:24: Huawei entsteht durch Loslassen, nicht durch Greifen oder Begreifen.

00:10:29: Wenn man das Schwergewicht des Lebens nicht ins Leben, sondern ins Jenseits verlegt – ins Nichts.

00:10:35: So hat man dem Leben überhaupt das Schwerkwicht genommen!

00:10:38: Man kann darüber streiten ob Wiedergeburt oder das Leben nach dem Tod nichts als eine bequeme Erfindung und große Lüge sind wie Nietzsche argumentiert und im Gegenteil das was allem Leben erst Sinn verleiht wie viele Religionen behaupten.

00:10:52: Wie auch immer man dazu steht von einer Wahrheit kann nur sinnvoll dann gesprochen werden, wenn sich die betreffende Aussage in diesem Leben Bewarheiten oder falsifizieren lässt also widerlegen lässt.

00:11:04: Eine Aussage, die sich grundsätzlich niemals an der Wirklichkeit überprüfen lässt, kann weder wahr noch falsch sein.

00:11:10: Häufig ist eine solche Aussage dann sogar sinnlos!

00:11:13: Wer jede Überprüfung und damit Korrektur einer wichtigen Aussage ablehnt verlagert das Gewicht aller anderen Sätze allmählich ins Nichts so Nietzsche.

00:11:23: Das aber nimmt Denken und Leben jedes Gewicht, jede Bedeutung.

00:11:26: Am Ende zerstört man auf diese Weise nicht nur jede Vernunft sondern auch das Leben – und schlimmer noch!

00:11:31: Man erregt Misstrauen gegenüber allem was lebensfördernd ist.

00:11:36: Statt das Leben zu feiern verlegt man es in die dunkle Hinterwelt eines unerlebbaren Jenseits.

00:11:43: Leicht ist das Leben dann nur weil nichts mehr Gewicht oder Wert hat.

00:11:48: Das waren die sechs Zitate, sechs Gedankensplitter aus dem unendlichen Raum der Philosophie, der Literatur und des Denkens.

00:11:55: Dieses Universum steckt voller Abenteuer!

00:11:58: Es ähnelt einer nahezu unendliche Bibliothek, die sich über die Zeiten erstreckt.

00:12:03: Alle reden hier mit allen, jeder und jede kommt zu Wort und dabei entwickeln sich immer wieder neue Gedanken.

00:12:08: Und wenn der Satz passt, nehm dir Zeit, lass ihn wirken.

00:12:11: Arbeite dich in noch unbekannte Zonen vor – denk nach Das Ergebnis?

00:12:16: Offen.

00:12:17: Es ist dein Leben, deine Verantwortung

00:12:39: und tschüss!

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